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Rezension der Kinder-Jury 1997

Klaus-Peter Wolf: 
Das magische Holz
Franz Schneider Verlag 1996

Frankfurt-Kalbach, im November 1997

Es geht um einen Jungen, der von der Wirklichkeit in die Phantasie springt. Das Buch handelt von Micky und seinem Vater, einem Schriftsteller. Er schreibt Fantasy-Geschichten an seinem Computer, den er die "Möglichkeiten-Maschine" nennt. Ei-nes Tages setzt Micky sich an den Computer und auf einmal verwandelt sich der Schreibtischstuhl in einen Flugsaurier. Durch einen starken Sog gerät er in die Ge-schichte seines Vaters, den er dort auch trifft. Die beiden müssen viele Abenteuer bestehen und die schwierige Aufgabe bewältigen, den Schwarzen Ritter zur Räson zu bringen. Beide sind in der Wirklichkeit ziemliche Versager, aber in der Geschich-te sind sie mutige Helden.
Das Buch ist einfach super! 
Die Idee, zwischen Phantasie und der wirklichen Welt hin und her zu springen, finde ich toll. Es ist lustig, daß Personen aus der Wirklichkeit in die Geschichte gehen und Personen aus der Geschichte in die Wirklichkeit schlüpfen. Das Buch ist span-nend und das mag ich. Mir gefällt besonders, daß Micky das magische Holz nur zum Ab-wehren nehmen und keinen Krieg damit anfangen kann. Und daß er gegen das Bö-se, beziehungsweise den Schwarzen Ritter kämpft. Die aufregenden Aben-teuer, die Micky mit seinem Vater erlebt, sind mit vielen Ideen ausgeschmückt und sehr fantasievoll. Die einzelnen Geschichten in verschiedenen Fantasieländern wurden gut eingeteilt, nur manchmal ist die Wortwahl nicht so treffend und es wirkt etwas holprig.
Eigentlich mag ich es gern, wenn in einem Buch Bilder sind, aber hier habe ich es nicht vermißt - im Gegenteil: Man kann sich die Bilder leicht selber ausdenken. Ob-wohl es so dick ist, habe ich es in wenigen Tagen durchgelesen. Und das Beste ist noch, daß es eine endlose Geschichte ist - denn Micky und sein Vater haben den Schwarzen Ritter ja noch nicht besiegt...

Dirk Dostalek, 11 Jahre
Katharina Mathé, 11 Jahre
Maximilian Straßburger, 9 Jahre
Helen Hülsmann, 13 Jahre
Patrick Metzler, 12 Jahre
Annalena Schäfer, 12 Jahre
Natalie Laqueur, 12 Jahre
Fabian Bocek, 13 Jahre