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Rezension der Kinder-Jury 1993

Marita Conlon-McKenna:
Folgt immer dem Fluß
Thienemann Verlag 1992 

Frankfurt-Kalbach, im November 1993

Die Geschichte erzählt von drei Kindern, die sich ohne Eltern durchschlagen müssen. Das Buch spielt in Irland im Jahr 1845, als gerade eine schlimme Seuche ausgebrochen war. Die sechs-köpfige Familie O'Driscoll weiß nicht, wie sie überleben soll. Der Vater ist fortgegangen, um bei Bauarbeiten vielleicht Geld zu verdienen. Als das jüngste Kind, die kleine Bridget, stirbt, begibt sich die Mutter auf die Suche nach ihrem Mann . Nun sind Eily, Michael und Peggy allein. Sie warten und warten, aber die Mutter kommt nicht heim. Die Kinder sollen ins gefürchtete Armen-haus gesteckt werden, doch mit Hilfe einer alten Nachbarin können sie fliehen und machen sich nun auf den weiten Weg nach Castletaggart. Alles, was sie wissen, ist, daß dort zwei Großtanten leben, die sie jedoch nur aus Erzählungen kennen. Die Nachbarin hat ihnen gesagt, sie müßten immer dem Fluß folgen, wenn sie ankommen wollten. Unterwegs müssen sie viele Gefahren be-stehen und viel Schreckliches erleben. Michael verletzt sich, Peggy wird krank und immer haben sie Hunger. Die drei Geschwister halten zusammen und verlieren trotz aller Hindernisse nicht den Mut. Und schließlich schaffen sie es nach vielen Mühen! 

Uns gefällt das Buch so gut, weil es spannend ist und man sich richtig in die Rollen hineinver-setzen kann. Es ist gut geschrieben und so, daß man glaubt, es sei wirklich passiert. Wenn man angefangen hat zu lesen, möchte man gar nicht mehr aufhören!
Man erfährt viel von der Situation der kleinen Leute. Außerdem wird deutlich, daß Hungersnöte und ähnliche Katastrophen die Reichen und "Großen" nie treffen, sondern daß nur Leute, die nichts zu sagen haben, leiden müssen. Sonst erfährt man immer nur etwas von den Reichen. 
Wir finden auch gut, daß nicht alles immer so glatt abläuft, sodaß man von vornherein weiß, es gibt ein Happyend. Man kann sagen, das Buch ist toll, obwohl es so traurig ist. Trotzdem ist es natürlich schön, daß es gut ausgeht und die Tanten die Kinder aufnehmen. Außerdem bleibt ja die Hoffnung, daß die Eltern vielleicht doch wiederkommen...
Wir finden es schön, wie die Kinder sich gegenseitig helfen, wie sie mit viel Liebe und Mut zusammenhalten und sich durchkämpfen und wie sie sich aus der Not bringen. In einem Satz ausgedrückt: Das Buch ist toll, weil es traurig, abenteuerlich und spannend zugleich ist!

Nina Berger 
Michael Berger 
Sabrina Buhlmann 
Isabel Dalgali 
Kathrin Dill 
Bettina Franzen 
Nadja Görner 
Sonja Henne 
Alma Horozovic 
He-Ri Kim 
Anne Malzacher 
Marija Mangels
ChristineMasseli 
Franz Masseli 
Esma Özdemir 
Julia Patzer
Ilka Platacis
Milosz Prendota
Angelika Renner
Julia Rittershofer
Anja Schick
Claudia Schwarz
Patricia Treusch
Katja Wobs