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Rezension der Kinder-Jury 1992

Paul Maar: 
Neue Punkte für das Sams
Oetinger Verlag 1992

Frankfurt-Kalbach, im November 1992

Das Sams kennt jeder. Es lebt immer noch bei Herrn Taschenbier, nennt ihn Papa und fällt ihm manchmal ganz schön auf die Nerven.
Eines Tages verliebt sich Herr Taschenbier in eine Frau, die er im Fahrstuhl getroffen hat. Aber weil er sehr schüchtern ist, traut er sich nicht, sie anzusprechen oder sich mit ihr zu verabreden. Er wünscht sich, daß er sich etwas Mut wünschen könnte. Doch leider hat das Sams keine Wunschpunkte mehr, sie sind alle verbraucht. Mit dem letzten hatte Herr Taschenbier sich gewünscht, daß das Sams für immer bei ihm bleibt. In einer Vollmondnacht versuchen die beiden , neue Punkte zu bekommen, aber dann geht alles schief: Nicht das Sams, sondern Herr Taschenbier hat plötzlich die Wunschpunkte im Gesicht. Und das Sams darf sich alles mögliche wünschen. Da kann man sich vorstellen, daß es zu komischen Verwicklungen kommt und alles drunter und drüber geht. 
Auch ohne Hilfe der Wunschpunkte mag die Frau aus dem Fahrstuhl Herrn Taschenbier leiden. Das Sams ist ziemlich eifersüchtig auf sie. Herr Taschenbier erzählt unentwegt nur vo dieser Frau März und als er sich mit ihr treffen will, setzt das Sams alles daran, das zu verhindern...
Herr Taschenbier und Frau März sind aber trotzdem verliebt und wollen zusammenbleiben. Da beschließt das Sams, fortzugehen. Zur Vorsicht läßt es aber echte "Sams-Rückhol-Tropfen" zurück - damit sie das Sams vielleicht doch irgendwann mal wiederholen können.

Wir finden das Buch sehr, sehr gut. Weil es lustig, witzig und einfallsreich ist . Es ist spannend bis zum Schluß, nie langweilig und immer passiert etwas. Man kann es gar nicht richtig erklären, aber wenn man das Buch angefangen hat, muß man es unbedingt weiterlesen. Es ist genau so, wie wir uns ein Buch vorstellen.
Die Bilder sind genauso witzig wie der Text, es könnten ruhig ein paar mehr sein. Die Schriftgröße ist in Ordnung. Manche Kapitel sind etwas lang. Auch das Titelbild ist phänomenal drollig, obwohl es nicht so gut ist, daß man da schon die Wunschpunkte beim Herrn Taschenbier sieht. Das nimmt etwas von der Spannung.
Die Ideen in diesem Buch sind einfach toll. Die Streiche, die das Sams macht, und auch seine Sprüche bringen einen immer zum Lachen. Das Sams darf immer sagen, was es gerade denkt. Außerdem kommen viele Gedichte in dem Buch vor und das gefällt uns. Was wir noch gut finden: Das Buch erzählt nicht von den schlimmen Dingen des Lebens. Das Sams hält immer zu seinem "Papa" und es weiß immer einer Ausweg.
Insgesamt: Das Buch ist einmalig! Es ist super, wie Paul Maar immer wieder neue Ideen kriegt. Wir können ihn nur loben. Und wir warten jetzt schon auf das nächste Buch von Papa und Mama Taschenbier, vom Sams und von Taschenbier Junior...

Fabienne Anhalt 
Michaela Becker 
Fabian Bocek 
Liliane A. Buckler 
Florian Fleck 
Bettina Franzen 
Nadine Gröpl 
Sebastian Hauert 
Cora Henne 
Maike Hohn 
Anne Malzacher 
Andreas Mohr 
Ari Nam 
Miriam Nermerich 
Ilka Platacis
Nadeeka Rajakaruna 
Angelika Renner 
Julia Rittershofer 
Amalie Rüb
Karolin Schneider 
Claudia Schwarz
Hauke Siehlmann 
Kathrin Specht
Le Thanh Truong
Anna Willich 
Katja Wobst
Sebastian Wrede