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Rezension
der Kinder-Jury 1992
Isolde Heyne:
Wenn die Nachtigall verstummt
Arena Verlag 1991 19,80 DM
Frankfurt-Kalbach, im November 1992
Die Geschichte spielt im Jahr 2035. Es geht um die Umwelt , die ganz ver-dreckt ist. Und es geht um Maret, ein sechzehnjähriges Mädchen, die in eben dieser Zukunft lebt und eine tödliche Viruskrankheit bekommt, gegen die es noch kein Heilmittel gibt. Sie weiß, daß sie bald sterben wird. Dadurch sieht Maret die Umwelt plötzlich mit anderen Augen und engagiert sich bei dem Umweltschutzprojekt "Papillon".
Die Autorin schildert, wie schlimm die Erde aussieht und wie die Leute dann leben. Marets Vater ist Pilot. Er wird nach einem Flugzeugabsturz eine Zeit-lang von seiner
Firma versteckt gehalten, damit er nichts über die Giftmüll- Ladung des Flugzeugs
verrät. Gemeinsam mit Leo, ihrem Freund, und dessen Freunden versucht Maret, die ver-seuchte Erde wieder bewohnbar und "brauchbar" zu machen.
Wahnsinn! Mir gefällt das Buch sehr gut, weil es zum Nachdenken anregt. Es macht klar, was aus unserer Welt wird, wenn wir sie weiter verschmutzen. So könnte es auch bei uns in ein paar Jahren aussehen. Wenn wir so weiterma-chen, dauert es wirklich nicht mehr lange, bis die Natur ganz kaputt ist.
Das Buch macht deutlich, daß wir viel mehr auf den Schutz der Umwelt ach-ten müssen. Sehr gut gefällt mir der Bezug zu den Gegenwartsjahren 1990/91. Marets Großmutter war "damals" ungefähr so alt wie Maret im Jahr 2035.
Toll ist auch, daß das Buch nicht so pädagogisch daherkommt, sondern die Botschaft halt ganz anders rüberbringt.
Ich hoffe, daß es nie so sein wird, wie in dem Buch.
Melanie König
Nathalie Kornacker
Marija Mangels
Angelika Renner
Astrid Riehl
Annika Schreiber
Nil Zeynel
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